Kidical Mass Münster Herbst-Tour am 25. Oktober abgesagt

Hohe Inzidenzwerte in Münster – Absage der Kidical Mass Fahrrad-Demo

Die für den morgigen Sonntag (25.10.2020) geplante Kidical Mass Fahrrad-Demo müssen wir leider wegen des stark steigenden Inzidenzwertes in Münster absagen.

Der 7-Tage-Inzidenzwert ist in den letzten beiden Tagen dem Grenzwert zur Einklassifizierung als Risikogebiet so nahegekommen, dass für Sonntag mit einer Überschreitung zu rechnen ist.

Abstand halten und einen Mund-Nase-Schutz tragen sind zwar gute Mittel, um das konkrete Risiko bei einer Fahrrad-Demo zu limitieren, doch glauben wir, dass eine Durchführung der Versammlung in erneut kritischen Zeiten der Corona-Pandemie das falsche Signal wäre.

Bleibt alle gesund und achtet aufeinander, vielleicht haben wir am 19. Dezember die Möglichkeit uns zur nächsten Kidical Mass zu sehen.

Kidical Mass Herbst-Tour rollt am 25. Oktober

Fahrraddemo für eine sichere und selbständige Teilnahme von Kindern am Straßenverkehr

Die Tage werden kürzer, es wird dunkler, kälter und regnet häufiger – Doch das hält uns in Münster ja nicht vom Fahrradfahren ab!

Wir freuen uns auf unsere Herbsttour und laden alle Kinder und Jugendlichen, ihre Eltern, Freunde und Verwandten sowie fahrradbegeisterte Münsteraner ein, am kommenden Sonntag (25.10.2020) an der Herbst-Ausgabe der Kidical Mass Fahrrad-Demo teilzunehmen.

Unsere bunte Familien-Fahrrad-Demo startet wieder um 15 Uhr auf dem Platz an der Stubengasse und führt mit einer Länge von ca. 5 km durch Münsters Innenstadt. Der Zielort wird auch am Sonntag der Platz an der Überwasserkirche sein.

Während sich der Demonstrationszug auf der Stubengasse sammelt, haben Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, mit Kreide den Stubengasse-Platz zu verschönern oder einen der Kidical Mass Buttons mit unserer neuen Held:innen-Figur in verschiedenen Farbvarianten zu erhalten. Die Corona-Schutzmaßnahmen werden dabei natürlich beachtet.

Unsere neue Held:innen-Figur – nehmt euch am Sonntag gerne einen Button mit!

Darüber hinaus fahren wir das erste Mal mit unseren Fahnen an den Fahrrädern, lasst euch überraschen! Ein Grund mehr, dass wir uns am Sonntag sehen!

Sicherheit und Corona-Schutzmaßnahmen

Bei der Kidical Mass achten alle Menschen an Start, Ziel und unterwegs auf genug Abstand, die Teilnehmenden werden aufgefordert einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Die Touren finden in enger Abstimmung mit den örtlichen Behörden statt. Die aktuellen Corona Entwicklungen werden genau beobachtet und entsprechend verantwortungsbewusst gehandelt. Sollte der Inzidenz-Wert am Tag der Fahrrad-Demo den Wert 50 überschreiten, wird die Tour nicht durchgeführt.

Weihnachts – Kidical Mass am 19.12.

Wir laden euch jetzt schon ein zu unserer besonderen Fahrt: Unsere Weihnachts – Kidical Mass startet am 19.12. um 16 Uhr. Hier wollen wir in die Dämmerung hinein fahren – mit weihnachlichter, feierlichen Beleuchtung an unseren Fahrrädern. Wir freuen uns auf euch und eure geschmückten und beleuchteten Fahrräder!

PM: Kidical Mass Münster Herbst-Tour am 25. Oktober

Fahrraddemo für eine sichere und selbständige Teilnahme von Kindern am Straßenverkehr

Die Initiative Kidical Mass Münster lädt alle Kinder und Jugendlichen, ihre Eltern, Freunde und Verwandten sowie fahrradbegeisterte Münsteraner ein, am kommenden Sonntag (25.10.2020) an der Herbst-Ausgabe der Kidical Mass Fahrrad-Demo teilzunehmen.

Die bunte Familien-Fahrrad-Demo startet wieder um 15 Uhr auf dem Platz an der Stubengasse und führt mit einer Länge von ca. 5km durch Münsters Innenstadt. Der Zielort wird auch am Sonntag der Platz an der Überwasserkirche sein.

Während sich der Demonstrationszug auf der Stubengasse sammelt, haben Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, mit Kreide den Stubengasse-Platz zu verschönern oder einen der Kidical Mass Buttons zu erhalten. Die Corona-Schutzmaßnahmen werden dabei natürlich beachtet.

Die Kidical Mass fordert auch nach der Kommunalwahl kinder- und fahrradfreundliche Städte

„Auch wenn die Mehrheitsverhältnisse im Rat sich eventuell bewegen und unter dem wiedergewählten Bürgermeister Lewe eine geänderte (Rad-)Verkehrspolitik in Münster Einzug hält, werden wir weiterhin auf die unsicheren Zustände für den nicht-motorisierten Individualverkehr aufmerksam machen“, so Daniel Hügel von der Initiative. Die Initiative weist in diesem Zusammenhang auf die zahlreichen Rad- und Fußunfälle in den letzten Wochen hin. Nahezu täglich wurde im Presseportal von der Polizei über Unfallgeschehen berichtet. Dabei wird bemängelt, dass sowohl auf Seite der Kontrollen durch die Polizei, aber insbesondere auf der infrastrukturell gestaltenden Seite der Stadt- und Verkehrsplanung zu wenig Initiative zum Schutz und zur Förderung der vermeintlich “schwachen” Verkehrsteilnehmer:innen durch die Akteure sichtbar ist.

„Würde ich mein Kind hier allein mit dem Rad fahren lassen? An dieser Frage muss sich eine Stadt messen lassen“, sagt Organisator Stefan Blume weiter. „Die Städte müssen die selbständige Mobilität von Kindern und Jugendlichen ermöglichen sowie kinderfreundliche Lebensräume schaffen. Dazu benötigt es ein progressives Vorgehen, so wie es Städte wie Utrecht und Paris vormachen.“

Unter dem Motto „Kinder aufs Rad!“ erobern wir mit unseren bunten Fahrraddemos die Straßen in ganz Deutschland. Die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen an politischen Entscheidungen wollen wir dabei fördern.

Die Kidical Mass Münster fordert Tempo 30 innerorts, die Sanktion von illegalem Gehwegparken, mehr Platz für Radfahrende und Fußgehende sowie autofreie Zonen und Orte, für eine lebenswerte und urbane Stadt der Begegnung

Sicherheit und Corona-Schutzmaßnahmen

Bei der Kidical Mass achten alle Menschen an Start, Ziel und unterwegs auf genug Abstand, die Teilnehmenden werden aufgefordert einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Die Touren finden in enger Abstimmung mit den örtlichen Behörden statt. Die aktuellen Corona Entwicklungen werden genau beobachtet und entsprechend verantwortungsbewusst gehandelt. Sollte der Inzidenz-Wert am Tag der Fahrrad-Demo den Wert 50 überschreiten, wird die Versammlung nicht durchgeführt.

Hintergrund

Um den Interessen der jungen Verkehrsteilnehmer*innen Ausdruck zu verleihen, veranstaltet Kidical Mass Münster lockere und entspannte Radtouren durch die Straßen Münsters. Ähnlich der Schwesterveranstaltung „Critical Mass“ führen die Touren über Straßen, die den Teilnehmer*innen sonst nicht zur Verfügung stehen, sondern vom motorisierten Verkehr eingenommen werden. Gemeinsam Fahrrad fahren: damit lenken wir das Augenmerk auf unsere Anliegen. “Mit bunten Familien-Fahrrad-Demos wollen wir Politik und Verwaltung signalisieren, dass es hier elementare Sicherheitsbedürfnisse von Kindern gibt, die in der Stadt zu häufig ignoriert werden”, sagt Jessica Lodzik von der Initiative.

PM: Kinder aufs Rad – Kidical Mass Münster fährt am 20. September

Fahrraddemo für eine sichere und selbständige Teilnahme von Kindern am Straßenverkehr

Am Sonntag, 20. September findet die zweite Fahrraddemo des Jahres unter dem Motto “Kinder aufs Rad” statt. Start ist im 15 Uhr in der Stubengasse. Denn während Münster für Erwachsene immer noch als Fahrradstadt gilt, stellen sich für Kinder und Familien im Stadtverkehr viele Hindernisse: Gehwege sind zugeparkt, müssen aber von den Kleinsten benutzt werden. Straßenkreuzungen sind unübersichtlich oder Kinder werden nicht gesehen und können ihrerseits den Straßenraum auch nicht gut überblicken. Dort, wo Kinder den Radweg benutzen müssen, ist die Radwegeinfrastruktur fast nie auf die Bedürfnisse von Kindern ausgerichtet. 

„Politik und Verwaltung tun viel zu wenig, um die Situation zu verbessern. Aktuelle Maßnahmen wie die Rotfärbung von Fahrradstraßen, die dennoch für den Durchgangsverkehr geöffnet sind, oder bloße Markierungen auf viel befahrenen Straßen reichen bei weitem nicht aus“, so Daniel Hügel von der Kidical Mass Münster. 

„Die Kidical Mass will die Menschen für eine nachhaltige Mobilität begeistern. Fahrradfahren muss sicher und bequem werden, damit alle Generationen aufsatteln und damit auch an der Stadt teilhaben können. Denn nur eine fahrradfreundliche Stadt ist auch eine lebenswerte und kinderfreundliche Stadt“, so Hügel weiter.

Münster startet am 20. September um 15:00 Uhr – #FahrradGeneration 

Die Kidical Mass-Fahrraddemo in Münster am 20. September ist ein großes Highlight, denn am Wochenende des 19. und 20. Septembers werden erstmalig Kinder, Jugendliche und Familien auf Fahrrädern eine riesige Kidical Mass in mehr als 90 Städten in Deutschland, Belgien, England, Österreich und der Schweiz gemeinsam veranstalten. Zum Weltkindertag und im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche fordern sie ein Umdenken in der Verkehrspolitik. „Wir wollen, dass sich Kinder sicher und selbständig mit dem Fahrrad in unseren Städten bewegen können. Mehr Freiräume zum Bewegen und Fahrradfahren haben in Corona-Zeiten eine noch höhere Bedeutung bekommen“, erklärt Organisator Stefan Blume.

Die Kidical Mass fordert kinder- und fahrradfreundliche Städte 

„Würde ich mein Kind hier allein mit dem Rad fahren lassen? An dieser Frage muss sich eine Stadt messen lassen“, sagt Organisator Stefan Blume weiter. „Die Städte müssen die selbständige Mobilität von Kindern und Jugendlichen ermöglichen sowie kinderfreundliche Lebensräume schaffen. Dazu benötigt es ein progressives Vorgehen, so wie es Städte wie Utrecht und Paris vormachen.“ 

Unter dem Motto „Kinder aufs Rad!“ erobern wir mit unseren bunten Fahrraddemos die Straßen in ganz Deutschland. Die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen an politischen Entscheidungen wollen wir dabei fördern.

Die Kidical Mass Münster fordert Tempo 30 innerorts, die Sanktion von illegalem Gehwegparken, mehr Platz für Radfahrende und Fußgehende sowie autofreie Zonen und Orte, für eine lebenswerte und urbane Stadt der Begegnung

In Münster fährt die Kidical Mass am 20. September zeitweise entlang einer so genannten „Human Protected Bikelane“, die das Bündnis Verkehrswende Münster an diesem Tag symbolisch für sichere Radwege einrichtet. Die Gesamtroute hat eine Länge von ca. 8km und führt durch die Innenstadt über die Hammer Str. durch eine neu gefärbte Fahrradstraße zum Kreuzviertel und endet wieder am Platz an der Überwasserkirche.

Park(ing) Day am 18. September auf der Wolbecker Str.

Bereits am Freitag, den 18. September lädt die Initiative auf ihren Stand auf dem Park(ing) Day auf der Wolbecker Str. ein. Gemeinsam mit vielen anderen Initiativen wird gezeigt, dass städtischer Raum alternativ genutzt werden kann und sich Menschen ein Stück ihres Viertels für eine autobefreite Nutzung zurückerobern.

Sicherheit und Corona-Schutzmaßnahmen

Bei der Kidical Mass achten alle Menschen an Start, Ziel und unterwegs auf genug Abstand, die Teilnehmenden werden aufgefordert einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Die Touren finden in enger Abstimmung mit den örtlichen Behörden statt. Die aktuellen Corona Entwicklungen werden genau beobachtet und entsprechend verantwortungsbewusst gehandelt.

Hintergrund

Um den Interessen der jungen Verkehrsteilnehmer*innen Ausdruck zu verleihen, veranstaltet Kidical Mass Münster lockere und entspannte Radtouren durch die Straßen Münsters. Ähnlich der Schwesterveranstaltung „Critical Mass“ führen die Touren über Straßen, die den Teilnehmer*innen sonst nicht zur Verfügung stehen, sondern vom motorisierten Verkehr eingenommen werden. Gemeinsam Fahrrad fahren: damit lenken wir das Augenmerk auf unsere Anliegen. “Mit bunten Familien-Fahrrad-Demos wollen wir Politik und Verwaltung signalisieren, dass es hier elementare Sicherheitsbedürfnisse von Kindern gibt, die in der Stadt zu häufig ignoriert werden”, sagt Jessica Lodzik von der Initiative.

Kidical Mass August 2020 – was berichten die anderen?

WDR 5 – Quarks

Beitrag in der Sendung Quarks, ab Minute 48:17

Westfälische Nachrichten – Artikel

https://www.wn.de/Muenster/4251827-Oberbuergermeister-Kandidaten-bei-Demo-Kidical-Mass-Radwege-fuer-Kinder-verbessern

Westfälische Nachrichten – Fotostrecke

https://www.wn.de/Fotos/Lokales/Muenster/4251945-Kidical-Mass-Demo-fuer-mehr-Fahrradsicherheit

Münster Tube

IG Fahrradstadt Münster

Das Video von der IG Fahrradstadt MS

Kidical Mass August 2020 – Stimmen der Politiker


Wir brauchen in den nächsten Jahren deutlich mehr Investitionen in Fahrradwege auch in Fahrradabstellanlagen. Wir stellen uns vor 20 Millionen pro Jahr zusätzlich dafür damit Münsters Radwege endlich breiter und sicherer werden. Ich glaube, das ist ganz wichtig, dass sich das auch im Haushalt bemerkbar macht, dass umgeschichtet wird von Autostraßen hin zu Fahrradwegen und da muss die Verkehrswende auch in Finanz- und Haushaltszahlen sich widerspiegeln damit genügend Geld zur Verfügung ist um die nötigen Investitionen tatsächlich auch zu finanzieren.

Michael Jung, SPD

Ich möchte euch erstmal ganz herzlich für euer Engagement, wir brauchen das unbedingt, damit sich im Rathaus was bewegt, macht bloß weiter, werdet lauter und gebt richtig Gas. Wir unterstützen eure Forderungen vollständig, wir sind für eine richtige Verkehrswende, nicht irgendwelche Mogelpackungen, das einzige was mir ein bisschen Mut macht ist, dass heute alle großen Parteien hier vertreten sind, die in der Vergangenheit sich nicht immer für diese Themen so gut eingesetzt haben. Also besteht vielleicht noch berechtigte Hoffnung, dass das jetzt in der neuen Ratsperiode besser wird. Wir bleiben am Ball, ihr bleibt am Ball und gemeinsam schaffen wird das. Danke.

Michael Krapp, ÖDP

Sebastian Kroos von den Piraten und ich finde es beschämend, dass wir diese Petition überhaupt stellen müssen oder ihr, ihr habt dafür verantwortlich gezeichnet. Ich finde es eine Selbstverständlichkeit, dass unsere Stadt kinderfreundlich sein muss, barrierefrei für alle Radfahrer sein muss. Und die, die das zu verantworten haben, die Ratsmehrheit in der Vergangenheit, gehören dafür abgestraft. Ihr müsst anders wählen, wenn ihr andere Planungen haben wollt.

Sebastian Kroos, Piraten

Hallo und guten Morgen, ich bin Markus Lewe, ich bin Oberbürgermeister und kandidiere auch für das Amt und begrüße euch. Kinder, dass ihr da seid, ihr habt’s gerade geschafft, dass der Regen aufhört und ich freue mich, dass wir in Münster deshalb schon fahrradfreundlich, noch fahrradfreundlicher werden wollen, weil ich selber fünf Kinder hab und fünf Enkel. Und da geht’s mir auch drum. Kleine Enkel, von denen kriege ich ne Menge mit. Wir haben Cargo-Räder gefördert, werden wir auch weiterhin tun. Vielleicht kriegt ihr mit, dass ganz viele neue Fahrradstraßen entstanden sind, wo also früher Autos herfahren, haben jetzt die Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer die Herrschaft übernommen und da gibt es ne ganze Reihe von Maßnahmen und ich freue mich, gemeinsam mit euch Münster noch sicherer zu machen. Und vor allen Dingen, dass Fahrrad fahren Spaß macht. Alle Gute, ihr und euer Markus Lewe

Markus Lewe, CDU

Tim Pasch, Volt Europa, Volt Münster, auch ich möchte meinen Dank an alle ehrenamtlich engagierten ausdrücken, ich weiß wieviel Zeit das frisst, weiter so! Für uns war es mit eine der leichtesten Petitionen oder Anfragen, die wir beantworten konnten, wir konnte quasi Copy+Paste aus unserem Wahlprogramm machen. Wir bringen die europäische Lösung aus anderen Fahrradstädten nach Münster, wir wollen das ganze hier umsetzen und von anderen Städten lernen und das werden wir auch machen. Danke schön.

Tim Pasch, Volt

Inhaltlich habt ihr hier schon alles gesagt, was zu sagen ist. Das unterstützen wir zu 100%. Eine Konkretion möchte ich vornehmen: Die autofreie Innenstadt. Wir hatten in der vergangenen Ratssitzung einen Antrag gestellt, ich will jetzt gar nicht verraten von welchen Parteien das abgelehnt oder nicht zugestimmt worden ist. Das ist aber für uns der Anfang, mit der autofreien Innenstadt geht es los, wir müssen den Verkehrsraum umverteilen, vom Auto weg zugunsten – nicht nur der Radfahrerinnen und Radfahrer – sondern auch zu den Fußgängerinnen und Fußgängern. Ich selbst wohne im Kreuzviertel und bekomme da täglich mit, dass da Gehwege vollgeparkt sind, Menschen mit Rollstühlen, Menschen mit Kinderwagen, Rollatoren usw. nicht durchkommen und die Radfahrerinnen und Radfahrer auch nicht. Ich find’s gut, dass ihr euch engagiert, denn glaubt nicht, dass sich die Parteien sich von alleine bewegen, wenn da nicht der Druck von unten ist, bewegt sich nichts. Also, erhaltet das aufrecht, auch nach der Wahl und erinnert uns dran. Danke.

Ulrich Thoden, Die Linke

Kinder, ich freue mich, dass ihr so engagiert seid. Dass ihr für eure Stadt einsteht, dass ihr viele Dinge jetzt in Bewegung setzt und dass euch selber in Bewegung setzt. Das finde ich klasse und das was ihr fordert, das wollen wir auch und wir gehen noch einen Schritt weiter, wir wollen bis 2030 möglichst viele Autos aus der Innenstadt heraushalten, wir wollen eine autofreie Innenstadt, wir wollen eine autofreie Altstadt und dann lösen sich die Probleme, die ihr ansprecht wie von selbst, ihr werdet sehen.

Peter Todeskino, Grüne Münster

Ja, hallo Giorgios ist mein Name, wir sind keine Partei, wir sind eine Gemeinschaft wir ihr, zum Beispiel, die „Münster-Liste – bunt und international“. Vielleicht eins voraus: Bei allem was ihr macht, bitte fahrt langsam, das passiert immer, wenn man zu schnell fährt (zeigt seine Wunde vom Fahrradsturz auf nassem Grund einige Minuten vorher). Also, immer schön langsam fahren. Trotzdem, wir unterstützen alle eure Punkte, alles was Daniel vorgelesen hat eins zu eins. Und, es kommt nichts von alleine, glaubt das nicht, bleibt weiter dran und wir unterstützen euch und wir nehmen euch beim Wort. Danke schön.

Georgis Tsakalidis, MS Liste bunt und international

Kidical Mass fährt bei Sonnenschein Richtung Kommunalwahl 2020

Am Samstag (15. August) ist die Kidical Mass Münster bei trockenem Wetter und warmen Temperaturen durch Münster gefahren. Ca. 160 Teilnehmer:innen, darunter viele Kinder und Jugendliche, brachen nach einer kurzen Auftaktveranstaltung mit rund 180 Teilnehmer:innen zu ihrer Fahrrad-Demo auf.

Der Start unserer Fahrrad-Demo am Aegidii-Tor (Quelle: IG Fahrradstadt MS)

Ganz im Zeichen der bevorstehenden Kommunalwahl hatte die Versammlung am frühen Nachmittag mit der Übergabe von fast 1.200 Petitionsunterschriften an die Münsteraner OB Kandidierenden begonnen. Die Vertreter fast aller demokratischen Parteien, darunter der regierende OB Markus Lewe (CDU) und seine beiden aussichtsreichsten Mitbewerber Peter Todeskino (Bündnis 90/Die Grünen) und Michael Jung (SPD) waren erschienen, um die Wünsche der Kidical Mass Münster für eine an den Bedürfnissen der jungen Verkehrsteinehmer:innen orientierter Verkehrspolitik zu hören. „Tempo 30 innerorts, die Beendigung des illegalen Gehwegparkens und die konsequente Ausrichtung hin zu einer umweltbewussten Fahrradstadt, das sind die zentralen Anliegen der Kidical Mass, die wir mit der Petition für ein lebenswertes Münster in den Vordergrund stellen wollten“, so Daniel Hügel von der Initiative. Anschließend konnten alle anwesenden Politiker ein kurzes Statement zum Thema abgeben. Deutlich wurde dabei, dass es die eher “kleinen Parteien” (Michael Krapp (ÖDP), Tim Pasch (Volt), Ulrich Thoden (Die Linke) und Georgios Tsakalidis (Münster Liste)) sind, die sich hinter die Forderungen der Kidical Mass stellten und es als “beschämend” (Sebastian Kroos, Piraten) bezeichneten, dass diese Selbstverständlichkeiten überhaupt gefordert werden müssten. Amtsinhaber Markus Lewe lobte einzig die Lastenradförderung sowie die Rotfärbung der bereits bestehenden Fahrradstraßen, während der Kandidat der Grünen, Peter Todeskino, die autofreie Altstadt bis zum Jahr 2030 in den Vordergrund seines Statements stellte. Michael Jung (SPD) versprach Investitionen von 20 Millionen Euro jährlich in die Fahrradinfrastruktur und betonte, Finanzmittel müssten vom Auto hin zum Fahrrad umgeschichtet werden.

Königsstraße

Für die Kinder, die sich über Mikrofon während der Auftaktveranstaltung zu Wort meldeten war die Situation klar: „Breitere Radwege“, „weniger Autos“ und einfaches Queren von Straßen sind die dringendsten Punkte zur Verbesserung damit Münster sich den Titel “Fahrradstadt“ auch wirklich wieder verdient. Mit ihren Fragen und Erfahrungen aus dem Alltag forderten sie die politischen Vertreter direkt zum Handeln auf: “Warum stehen so viele Autos auf den Bürgersteigen und Radwegen, wenn ich zur Kita fahre?”, fragte etwa die 5jährige Leonie. Das angstfreie Fahren auf den Radwegen ist auch für die 11jährige Kirsi ein Thema: „An jeder Kreuzung habe ich Angst, dass die Autos nicht auf mich achten und direkt auf die Straße fahren.“

So waren es dann auch die Kinder selbst, die zum Abschluss der Auftaktkundgebung die Forderungen der Petition an die politischen Vertreter übergaben.

Unter dem Motto „Kinder aufs Rad“ konnte dann endlich die Fahrrad-Demo starten, auf die die vielen Kinder und Jugendliche schon gewartet hatten. Teilweise mit geschmückten Fahrrädern, auf jeden Fall mit viel guter Laune und Musik setzte sich der Demonstrationszug in Richtung Königsstraße in Bewegung. Bei der darauffolgenden Durchfahrt durch den Ludgeri-Kreisel wurde den Teilnehmer:innen bewusst, wie schön und unbeschwert das geschützte Fahren auf der Fahrbahn sein kann. Nebeneinander, in ruhigem Tempo wurden Hansa-Viertel, die Warendorfer Str. und auch das Kreuzviertel angesteuert, bevor die Versammlung auf dem Überwasserkirchplatz endete.

Ankunft an der Überwasserkirche

Die nächste Kidical Mass in Münster ist für den Weltkindertag am 20. September geplant. Dann als bundesweite Aktion in vielen deutschen Städten. Beginn wird voraussichtlich um 15 Uhr auf der Stubengasse sein.

PM: Kinder aufs Rad – Petition für sicheren Radverkehr in Münster gestartet

Die Maßnahmen zur Einschränkung der Verbreitung des Corona-Virus haben starke Auswirkungen auf unsere Versammlungen und Aktivitäten gehabt. Die Tour zur bundesweiten Kampagne im März konnte nicht stattfinden und auch die bereits angemeldete Versammlung für eine Kidical Mass am 13. Juni in Münster haben wir jetzt zurückgezogen.

Umso wichtiger sind alternative Aktivitäten, mit denen wir auf unser Anliegen aufmerksam machen können. Hervorgegangen aus der bundesweiten Initiative ist eine Petition, die wir – für die Münsteraner Verhältnisse adaptiert – gerne aufnehmen und unterstützen.

Besonders für Kinder und Familien bestehen im Stadtverkehr viele Hindernisse: Gehwege sind zugeparkt, müssen aber von den Kleinsten benutzt werden. Straßenkreuzungen sind unübersichtlich oder Kinder werden nicht gesehen und können ihrerseits den Straßenraum auch nicht gut überblicken. Dort, wo Kinder den Radweg benutzen müssen, ist die Radwegeinfrastruktur fast nie auf die Bedürfnisse von Kindern ausgerichtet.

“Wir wollen, dass unsere Stadt Münster so geplant und gestaltet wird, dass auch die jüngsten Verkehrsteilnehmer*innen sicher und komfortabel am Verkehr und damit auch an der Stadt teilhaben können”, so Daniel Hügel von Kidical Mass Münster. “Ich wünsche mir breitere Radwege als jetzt, weil es gerade immer so eng und anstrengend zu fahren ist”, nennt die 11-jährige Maja konkrete Verbesserungsvorschläge an die städtische Infrastruktur. Die alltäglichen Probleme sieht auch der 6-jährige Theo: „Ich finde es total doof, dass überall Autos parken und ich da manchmal dann gar nicht durchkomme auf dem Bürgersteig!“

Generell ist der Verkehrsraum auch in Münster ungerecht verteilt: Der motorisierte Individualverkehr genießt hier eine Über-Priorisierung. Der Raum, der allen gehört, wird vor allem durch das stehende, nicht genutzte Auto besetzt. Weder auf dem Rad und noch weniger auf dem Gehweg ist es vielerorts möglich, den gebotenen Mindestabstand zu anderen Menschen einzuhalten. Deshalb fordert die Kidical Mass Münster, dass das nach StVO illegale Parken von Autos auf Gehwegen nicht länger geduldet werden darf, sondern sanktioniert werden muss. Alle Menschen sollen sich dort sicher und frei bewegen und den wegen des Corona-Virus gebotenen und notwendigen Abstand zueinander einhalten können.

Stefan Blume bringt die Forderungen an Oberbürgermeister Markus Lewe sowie die Ratsfraktionen der Stadt Münster auf den Punkt: „Münster muss wieder Fahrradstadt werden, denn nur eine Fahrradstadt ist eine kinderfreundliche Stadt! Wir brauchen autofreie Zonen und Orte, für eine lebenswerte und urbane Stadt der Begegnung“.

Die Petition finden Sie unter https://weact.campact.de/p/ms-kidicalmass.

Kontakt

info@kidicalmass-muenster.org

https://kinderaufsrad.org/ (Webseite der bundesweiten Kampagne)

Kinder aufs Rad – Petition für sicheren Radverkehr in Münster gestartet

Die Maßnahmen zur Einschränkung der Verbreitung des Corona-Virus haben starke Auswirkungen auf unsere Versammlungen und Aktivitäten gehabt. Die Tour zur bundesweiten Kampagne im März konnte nicht stattfinden und auch die bereits angemeldete Versammlung für eine Kidical Mass am 13. Juni in Münster haben wir jetzt zurück gezogen.

Umso wichtiger sind alternative Aktivitäten, mit denen wir auf unser Anliegen aufmerksam machen können. Hervorgegangen aus der bundesweiten Initiative ist eine Petition, die wir – für die Münsteraner Verhältnisse adaptiert – gerne aufnehmen und unterstützen.
Die zentralen Forderungen sind:

  1. Alle Kinder und Jugendlichen sollen sich sicher und selbständig mit dem Fahrrad in der Stadt bewegen können.
  2. Wir wollen für alle Menschen angstfreies Radfahren
  3. Tempo 30 für sicheren Straßenverkehr innerorts
  4. Münster muss wieder Fahrradstadt werden, denn nur eine Fahrradstadt ist eine kinderfreundliche Stadt!
  5. Nach StVO illegales Parken von Autos auf Gehwegen darf nicht länger geduldet, sondern muss sanktioniert werden. Alle Menschen sollen sich dort sicher und frei bewegen und den wegen des Corona-Virus gebotenen und notwendigen Abstand zueinander einhalten können
  6. Wir wollen mehr Platz für Radfahrende und Fußgehende – JETZT!
  7. Wir wollen autofreie Zonen und Orte, für eine lebenswerte und urbane Stadt der Begegnung

Unter https://weact.campact.de/p/ms-kidicalmass bitten wir euch, die Petition zu zeichnen und den Kreis der Unterstützer:innen zu vergrößern.

PM: Fahrraddemo für eine sichere und selbständige Teilnahme von Kindern am Straßenverkehr am 22. März 2020

Am Sonntag, 22. März findet die erste Fahrraddemo des Jahres unter dem Motto “Kinder aufs Rad” statt. Denn während Münster für Erwachsene immer noch als Fahrradstadt gilt, stellen sich für Kinder und Familien im Stadtverkehr viele Hindernisse: Gehwege sind zugeparkt, müssen aber von den Kleinsten benutzt werden. Straßenkreuzungen sind unübersichtlich oder Kinder werden nicht gesehen und können ihrerseits den Straßenraum auch nicht gut überblicken. Dort, wo Kinder den Radweg benutzen müssen, ist die Radwegeinfrastruktur fast nie auf die Bedürfnisse von Kindern ausgerichtet.

Die Initiative Kidical Mass Münster will das ändern. “Wir wollen, dass unsere Städte so geplant und gestaltet werden, dass auch die jüngsten Verkehrsteilnehmer*innen sicher und komfortabel am Verkehr und damit auch an der Stadt teilhaben können”, so Jessica Lodzik von Kidical Mass Münster. “Ich wünsche mir breitere Radwege als jetzt, weil es gerade immer so eng und anstrengend zu fahren ist”, nennt die 11-jährige Maja konkrete Verbesserungsvorschläge an die städtische Infrastruktur. Die alltäglichen Probleme sieht auch der 5-jährige Theo: „Ich finde es total doof, dass überall Autos parken und ich da manchmal dann gar nicht durchkomme auf dem Bürgersteig!“

Münster startet am 22. März um 14:00 Uhr – #FahrradGeneration

Die Kidical Mass-Fahrraddemo in Münster am 22. März ist direkt ein großes Highlight, denn am Wochenende des 21./22. März werden in bundesweit mehr als 60 Städten Kinder zu Kidical Mass Demos aufbrechen. Gemeinsam unter dem Label #FahrradGeneration soll ein starkes Zeichen für lebenswerte, kinder- und fahrradfreundlich Städte, gesetzt werden.

Startpunkt in Münster ist der Platz an der Stubengasse. Ab 14 Uhr können die Kinder und Jugendlichen ihre Wünsche, Ideen und Forderungen für eine sichere und kinderfreundliche Stadt in Bezug auf den Verkehr malen und aufschreiben. Mit diesen Wünschen und Ideen wollen wir ein Kinderfahrrad schmücken und an eine*n Vertreter*in der Stadt übergeben. Danach brechen wir zu unserer Tour auf, die so gestaltet ist, dass alle glücklich und sicher den Zielort an der Überwasserkirche erreichen können.


Hintergrund

Um den Interessen der jungen Verkehrsteilnehmer*innen Ausdruck zu verleihen, veranstaltet Kidical Mass Münster lockere und entspannte Radtouren durch die Straßen Münsters. Ähnlich der Schwesterveranstaltung „Critical Mass“ führen die Touren über Straßen, die den Teilnehmer*innen sonst nicht zur Verfügung stehen, sondern vom motorisierten Verkehr eingenommen werden. Gemeinsam Fahrrad fahren: damit lenken wir das Augenmerk auf unsere Anliegen.

“Mit bunten Familien-Fahrrad-Demos wollen wir Politik und Verwaltung signalisieren, dass es hier elementare Sicherheitsbedürfnisse von Kindern gibt, die in der Stadt zu häufig ignoriert werden”, sagt Daniel Hügel von der Initiative.

Kontakt

info@kidicalmass-muenster.org

https://kinderaufsrad.org/ (Webseite der bundesweiten Kampagne)