Kidical Mass am 20. September in über 90 Städten

Nach der aufregenden Kommunalwahl in Münster dürfen wir euch heute schon das wichtigsten Ereignis für diese Woche ankündigen:

Unsere nächste Kidical Mass Münster startet am Sonntag 15:00 Uhr ab Stubengasse

Diese Woche ist auch internationale Woche der Mobilität und am Sonntag ist Weltkindertag. Also ein optimaler Zeitpunkt, um das für März geplante und dann abgesagte bundesweite Kidical Mass Wochenende nachzuholen.
Mittlerweile sind über 90 Städte dabei, die eine Kidical Mass am nächsten Wochenende in ihrer Stadt veranstalten. Und das nicht nur in Deutschland, sondern auch in der Schweiz, Österreich, Belgien und Großbritannien. Ein ganz tolles und starkes Zeichen für sichere und autonome Teilnahme von Kindern und Jugendlichen am Straßenverkehr. Wir sind viele!

Also wir haben auf jeden Fall schon wieder richtig Lust, mit euch zusammen die Straßen in Münster zurückzuerobern, kommt am Sonntag rum und fahrt mit!

Wir versammeln uns auf der Stubengasse und werden dann relativ zügig zu starten. Wir fahren ca. 8,5 km durch Münster. Der Sonntag ist auch der Tag der Evakuierung wegen der Bombenprüfung und -entschärfung. Den Bereich werden wir natürlich nicht anfahren. 
https://geo.stadt-muenster.de/evakuierung/

Unsere Freund:innen vom Bündnis Verkehrswende Münster haben eine kleine Aktion zu Protected Bike Lanes während der Fahrt vorbereitet, die für unsere Teilnehmer:innen eine schöne Motivation sein wird

Wir haben ein neue Held:innen-Figur, die uns in der nächsten Zeit begleiten wird. Hoffentlich gefällt sie euch! Auf dem PARK(ing) Day und auf unserer Demo könnt ihr gegen eine kleine Spende Buttons in unterschiedlichen Farbvarianten bekommen.Ein Grund mehr, dass wir uns am Freitag oder Sonntag sehen!

Wichtig: Bringt bitte einen Mund-Nasen-Schutz mit und haltet ausreichend Abstand ein, falls ihr nicht einer häuslichen Gemeinschaft angehört!

Termine

Wir werden auf jeden Fall noch im Oktober zusammen fahren, überlegen aber gerade, ob ihr vielleicht Lust hättet, in der Zeit vor Weihnachten noch eine kleine Runde in der Spätnachmittag-Dämmerung und etwas weihnachtlicher Beleuchtung zu fahren. Was denkt ihr dazu? Ja oder nein? Meldet euch gerne!

PARK(ing) Day am 18. September 2020

Am kommenden Freitag freuen wir uns auch, euch auf dem PARK(ing) Day auf der Wolbecker Str. zu treffen. Gemeinsam mit der IG Fahrradstadt Münster gestalten wir einen „Park“ vor der Overberggrundschule.
Die IG Fahrradstadt schreibt: „Es geht um eine kritische Diskussion der Nutzung und Gestaltung des öffentlichen (Stadt)Raumes. Wir möchten aufzeigen wie Verkehrsflächen anders genutzt werden können und in Frage stellen wie viel Fläche dem Autoverkehr eingeräumt werden soll. Wir möchten den BürgerInnen bewusst machen, dass sie Stadt mitgestalten, mitbestimmen und sie sich zurückerobern können.“
Los geht es um 13:00 Uhr auf der Wolbecker Str. zwischen Bremer Platz und Hansaring.
Mehr Infos zum PARKING(day) auch hier: https://fahrradstadt.ms/parkingday/

Neue Held:innen Figur

Wir haben ein neue Held:innen-Figur, die uns in der nächsten Zeit begleiten wird. Hoffentlich gefällt sie euch! Auf dem PARK(ing) Day und auf unserer Demo könnt ihr gegen eine kleine Spende Buttons in unterschiedlichen Farbvarianten bekommen.Ein Grund mehr, dass wir uns am Freitag oder Sonntag sehen!

PM: Kinder aufs Rad – Kidical Mass Münster fährt am 20. September

Fahrraddemo für eine sichere und selbständige Teilnahme von Kindern am Straßenverkehr

Am Sonntag, 20. September findet die zweite Fahrraddemo des Jahres unter dem Motto “Kinder aufs Rad” statt. Start ist im 15 Uhr in der Stubengasse. Denn während Münster für Erwachsene immer noch als Fahrradstadt gilt, stellen sich für Kinder und Familien im Stadtverkehr viele Hindernisse: Gehwege sind zugeparkt, müssen aber von den Kleinsten benutzt werden. Straßenkreuzungen sind unübersichtlich oder Kinder werden nicht gesehen und können ihrerseits den Straßenraum auch nicht gut überblicken. Dort, wo Kinder den Radweg benutzen müssen, ist die Radwegeinfrastruktur fast nie auf die Bedürfnisse von Kindern ausgerichtet. 

„Politik und Verwaltung tun viel zu wenig, um die Situation zu verbessern. Aktuelle Maßnahmen wie die Rotfärbung von Fahrradstraßen, die dennoch für den Durchgangsverkehr geöffnet sind, oder bloße Markierungen auf viel befahrenen Straßen reichen bei weitem nicht aus“, so Daniel Hügel von der Kidical Mass Münster. 

„Die Kidical Mass will die Menschen für eine nachhaltige Mobilität begeistern. Fahrradfahren muss sicher und bequem werden, damit alle Generationen aufsatteln und damit auch an der Stadt teilhaben können. Denn nur eine fahrradfreundliche Stadt ist auch eine lebenswerte und kinderfreundliche Stadt“, so Hügel weiter.

Münster startet am 20. September um 15:00 Uhr – #FahrradGeneration 

Die Kidical Mass-Fahrraddemo in Münster am 20. September ist ein großes Highlight, denn am Wochenende des 19. und 20. Septembers werden erstmalig Kinder, Jugendliche und Familien auf Fahrrädern eine riesige Kidical Mass in mehr als 90 Städten in Deutschland, Belgien, England, Österreich und der Schweiz gemeinsam veranstalten. Zum Weltkindertag und im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche fordern sie ein Umdenken in der Verkehrspolitik. „Wir wollen, dass sich Kinder sicher und selbständig mit dem Fahrrad in unseren Städten bewegen können. Mehr Freiräume zum Bewegen und Fahrradfahren haben in Corona-Zeiten eine noch höhere Bedeutung bekommen“, erklärt Organisator Stefan Blume.

Die Kidical Mass fordert kinder- und fahrradfreundliche Städte 

„Würde ich mein Kind hier allein mit dem Rad fahren lassen? An dieser Frage muss sich eine Stadt messen lassen“, sagt Organisator Stefan Blume weiter. „Die Städte müssen die selbständige Mobilität von Kindern und Jugendlichen ermöglichen sowie kinderfreundliche Lebensräume schaffen. Dazu benötigt es ein progressives Vorgehen, so wie es Städte wie Utrecht und Paris vormachen.“ 

Unter dem Motto „Kinder aufs Rad!“ erobern wir mit unseren bunten Fahrraddemos die Straßen in ganz Deutschland. Die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen an politischen Entscheidungen wollen wir dabei fördern.

Die Kidical Mass Münster fordert Tempo 30 innerorts, die Sanktion von illegalem Gehwegparken, mehr Platz für Radfahrende und Fußgehende sowie autofreie Zonen und Orte, für eine lebenswerte und urbane Stadt der Begegnung

In Münster fährt die Kidical Mass am 20. September zeitweise entlang einer so genannten „Human Protected Bikelane“, die das Bündnis Verkehrswende Münster an diesem Tag symbolisch für sichere Radwege einrichtet. Die Gesamtroute hat eine Länge von ca. 8km und führt durch die Innenstadt über die Hammer Str. durch eine neu gefärbte Fahrradstraße zum Kreuzviertel und endet wieder am Platz an der Überwasserkirche.

Park(ing) Day am 18. September auf der Wolbecker Str.

Bereits am Freitag, den 18. September lädt die Initiative auf ihren Stand auf dem Park(ing) Day auf der Wolbecker Str. ein. Gemeinsam mit vielen anderen Initiativen wird gezeigt, dass städtischer Raum alternativ genutzt werden kann und sich Menschen ein Stück ihres Viertels für eine autobefreite Nutzung zurückerobern.

Sicherheit und Corona-Schutzmaßnahmen

Bei der Kidical Mass achten alle Menschen an Start, Ziel und unterwegs auf genug Abstand, die Teilnehmenden werden aufgefordert einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Die Touren finden in enger Abstimmung mit den örtlichen Behörden statt. Die aktuellen Corona Entwicklungen werden genau beobachtet und entsprechend verantwortungsbewusst gehandelt.

Hintergrund

Um den Interessen der jungen Verkehrsteilnehmer*innen Ausdruck zu verleihen, veranstaltet Kidical Mass Münster lockere und entspannte Radtouren durch die Straßen Münsters. Ähnlich der Schwesterveranstaltung „Critical Mass“ führen die Touren über Straßen, die den Teilnehmer*innen sonst nicht zur Verfügung stehen, sondern vom motorisierten Verkehr eingenommen werden. Gemeinsam Fahrrad fahren: damit lenken wir das Augenmerk auf unsere Anliegen. “Mit bunten Familien-Fahrrad-Demos wollen wir Politik und Verwaltung signalisieren, dass es hier elementare Sicherheitsbedürfnisse von Kindern gibt, die in der Stadt zu häufig ignoriert werden”, sagt Jessica Lodzik von der Initiative.